PREP

 

Die HIV-PrEP (Präexpositionsprophylaxe) wird dazu eingesetzt, das HIV-Virus nach Eindringen in den Körper am Vermehren zu hindern. Da es sich um starke Medikamente handelt, kann es insbesondere am Anfang zu ähnlichen Nebenwirkungen wie bei einer -> HIV-Therapie kommen und bei falscher Einnahme zu Resistenzbildungen des Virus.

 

Als Präventionsstrategie ist die PrEP nicht für jede*n geeignet. Für bisexuelle und schwule Männer kommt sie nur in Frage, sofern andere Präventionsstrategien versagen. Die Therapie ist in Deutschland, aktuell für ca.51 €/Monat (zzgl. Versandkosten - "Kölsche Blister")  in ausgewählten Apotheken in Frankfurt (Eichwald-Apotheke und Süd-Apotheke) zu erhalten. Hinzu kommen noch die HIV & STI-Testungen in einer Schwerpunktpraxis, die aktulle nur auf Privatleistungen abgerechnet werden. Sollte eine STI vorliegen, ist dies allerdings nachwievor eine Kassenleistung und muss nicht privat gezahlt werden. Das Rezept für die PrEP gibt es in einer HIV-Schwerpunktpraxis.

 

Eine kostenlose PrEP-Beratung bekommst du auch bei uns im Main-Test oder in unserer offenen Sprechstunde.

 

Die PrEP kann eine ähnliche Schutzrate wie die Benutzung eines Kondoms, nämlich von bis zu 90 %, erreichen. Dies hängt aber von verschiedenen Faktoren ab.

  1. Die regelmäßige Einnahme (auch „Adhärenz“ oder „Compliance“) des Medikaments sowie eine ärztliche Begleitung.
  1. Die PrEP sollte nur bei einem nachgewiesenem negativen HIV-Status zum Einsatz kommen, der auch durch Folgetests bestätigt wird.
  2. Durch das höhere Risiko einer HIV-Ansteckung bei anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen (STIs) sollte sich auch auf diese regelmäßig getestet werden lassen.